Innovation

Systematische Innovation

Systematische Produktinnovation, Wettbewerbsfähigkeit, geprüfter Verbraucherschutz, effektive Nutzung von Ressourcen, Energiesicherheit - Cradle to Cradle wertet Unternehmen mit vielen Vorteilen auf. Cradle to Cradle steht für ein Höchstmaß an Innovation. Die zu Grunde liegende Designmethodologie gestaltet Produkte und Prozesse positiv in ihren wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Funktionen. Die Cradle to Cradle Vision wurde von dem Architekten William McDonough und dem Chemiker Dr. Michael Braungart konzipiert und in ihrem Buch "Einfach intelligent produzieren. Cradle to Cradle" veröffentlicht. 

Die Cradle to Cradle Vision zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

  • Materialien werden für eine sichere (Wieder-) Verwendung definiert
  • Produkte stellen kein Gesundheits- und Umweltrisiko dar
  • Verwendung erneuerbarer Energien
  • Erhalt und Optimierung der Wasserqualität
  • Fördert soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde
  • Kontinuierliche Verbesserung ist systematisch verankert

Cradle to Cradle®, auf Deutsch von der Wiege zur Wiege, ist ein System zur Entwicklung von Produkten, das auf sicheren, ökologisch unbedenklichen und vollständig wieder verwendbaren Rohstoffen basiert. Die Cradle to Cradle Vision steht mittlerweile in zahlreichen Ländern in vielerlei Hinsicht ganz oben auf der Agenda: in der Wirtschaft, bei gesellschaftlichen Organisationen, in Bildungseinrichtungen und bei Behörden und Verwaltungen. Dabei geht es um mehr als nur nachhaltige Produkte, sondern darum, Regionen zu freundlichen, gesunden, sicheren und ehrlichen Lebensräumen zu entwickeln mit sauberem Wasser, sauberer Luft und Energie. 

 

Cradle to Cradle bietet Herstellern ein Instrument der Innovation, den Erfüllungsgrad von eco-intelligentem Design zu messen und unterstützt Kunden beim Einkauf durch erweiterte Qualitätsmerkmale. Cradle to Cradle (C2C) besteht aus 5 Grundsätzen:

  1. Verwendung von ökologisch unbedenklichen, gesunden Inhaltsstoffen
  2. Entworfen zur Materialwiederverwertung, wie Recycling oder Kompostierung 
  3. Nutzung von erneuerbaren Energien
  4. Effektive Nutzung von Wasser und Verbesserung der Wasserqualität
  5. Förderung von Strategien für soziale Verantwortung

Cradle to Cradle formt dabei den Rahmen, um die Herausforderungen, denen wir uns stellen, zu lösen:

  • Kreislaufwirtschaft
  • Effektive Nutzung von Ressourcen
  • Energiesicherheit
  • Produktinnovation und Verbraucherschutz
  • Wettbewerbsfähigkeit

Hersteller übernehmen die Verantwortung für ihre Produkte, Rohstoffe und Produktionsprozesse und ermutigen ihre Lieferanten dasselbe zu tun. Das Cradle to Cradle Programm ermöglicht Unternehmen ein konkretes System, ansprechende, sichere Produkte aus reinen Materialien zu entwerfen und Güter und Waren zu produzieren, die endlos wiederverwendet werden können.

Sowohl Angestellte als auch Zulieferer werden dazu angeregt, an nachhaltigeren Produkten zu arbeiten. | DSM 

Innovationsdruck, steigende Umweltauflagen und Energiefragestellungen gehören gleichermaßen zu Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen immer stärker auseinandersetzen müssen, wie die Schadstofffreiheit von Produkten als auch die Rohstoffversorgung. Unternehmen behandeln diese Themen bereits heute in diversen Ansätzen, jedoch nicht immer auf integrierte und strategische Art und Weise. Cradle to Cradle ist eine Methode, um Innovationen unter den oben genannten Aspekten systematisch und dauerhaft in der Unternehmensstrategie zu integrieren.

Wie funktioniert das?

Die Produktionsweise „Von der Wiege zur Wiege“ (Cradle to Cradle) steht im direkten Gegensatz zu dem Modell „Von der Wiege zur Bahre“ (Cradle to Grave), in dem Materialströme meist ohne Ressourcenerhaltung errichtet werden. Das C2C-Konzept sieht die Umgestaltung von derartigen linearen Stoffströmen in Nährstoffkreisläufe vor, so dass Werte für Mensch und Umwelt erhalten bleiben. Der Ansatzpunkt von C2C liegt im Design von Produkten.

Es werden ungefährliche Materialien verwendet und Komponenten, die nach dem Gebrauch des Produkts entweder in den biologischen Kreislauf eingehen können oder einem technischen Kreislauf als Ressourcen dienen. Materialien, die den biologischen Kreislauf speisen sind biologisch abbaubar. Dem technischen Kreislauf können z.B. Kunststoffe oder Metalle zugeführt werden, soweit sie in reiner, definierter Form vorliegen.

Recycling wird schon während des Designs eingeplant. Auch dahingehend, dass die Produkte sich nach dem Gebrauch wieder in sortenreine Materialien trennen lassen. Downcycling wird vermieden.

 

Es wurde eine fundamentale Neuausrichtung in jedem Aspekt der Produktion vollzogen, vom Fabrikraum, über die Eliminierung aller giftigen Färbemittel und Chemikalien, bis hin zur Rohstoffbeschaffung. | GESSNER AG  

Für die Wirtschaft bedeutet dies, dass Materialien nicht entsorgt werden müssen, sondern den Herstellern als wertvolle Rohstoffe wieder zur Verfügung stehen. Die Abhängigkeit von Rohstoffimporten nimmt ab. Der Einsatz von ungefährlichen Materialien ermöglicht es den Unternehmen, ihren Kunden natürlich sichere, gesunde Produkte anzubieten. Dies senkt wiederum das Produkthaftungsrisiko. Optimierte Inhaltsstoffe und Materialien bewirken sauberere Abwässer und damit geringere Kosten für die interne Abwasserreinigung und eine Minimierung von schädlichen Umweltauswirkungen. Außerdem können aus dem Einsatz von ungefährlichen Rohstoffen geringere Kosten für Arbeitsschutzmaßnahmen resultieren.