Aufwand verringern: REDcert-EU und SURE-EU kombiniert aus einer Hand
09.09.2026OmniCert für REDcert-EU-Zertifizierungen zugelassen
Ab sofort kann die OmniCert neben der Zertifizierung nach SURE-EU auch die Zertifizierung nach REDcert-EU anbieten und dadurch den Organisatorischen Aufwand ihrer Kunden verringern.
Zwei Systeme, eine abgestimmte Prüfung
Trotz der unterschiedlichen Ausrichtung der Systeme auf Strom und Wärme (SURE-EU) bzw. Kraftstoff und Biomethan (REDcert-EU) sind die Zertifizierungen in ihren Anforderungen an die Dokumentation sehr ähnlich aufgebaut. Einige Dokumente können für beide Systeme genutzt werden, was generell den Dokumentationsaufwand für Betreiber verringert. Werden beide Zertifizierungen durch eine Zertifizierungsstelle vorgenommen, müssen komplexe Annahmen, der strukturelle Aufbau des Betriebs bzw. der Anlage oder Termine nur noch mit einem Auditor abgestimmt werden und die Betreiber gewinnen Zeit.
Weitere Vorteile bietet das Synchronisieren der Betrachtungszeiträume der beiden Systeme. Damit kann ein kombinierter Audittermin stattfinden, was die Komplexität bei der Dokumentation für den Anlagenbetreiber verringert und wiederum Zeitersparnis bringt. Die Systeme bleiben dabei rechtlich und fachlich getrennt und es werden weiterhin getrennte Prüfberichte und Zertifikate erstellt.
Vorteile bei THG-Bilanz und Massenbilanz
Wenn dieselben Substrate und Prozesse betrachtet werden, kann eine sorgfältig aufgebaute THG-Berechnung grundsätzlich als gemeinsame fachliche Grundlage für SURE-EU und REDcert-EU dienen. Je nach Fall können trotzdem systemspezifische Ergänzungen erforderlich sein.
Auch bei der Massenbilanz bestehen Überschneidungen. Für Biomethan (REDcert-EU) muss die THG-Bilanz jedoch insbesondere bis zu den relevanten Mess- und Einspeisepunkten schlüssig geführt werden. Eine vorhandene SURE-EU-Dokumentation kann dafür eine gute Ausgangsbasis sein, ersetzt aber nicht automatisch die REDcert-EU-Anforderungen.
So wenig Bürokratie wie möglich
OmniCert achtet bei ihren Zertifizierungstätigkeiten darauf, bürokratische Anforderungen für Betreiber so gering wie möglich zu halten. Dabei werden praxistaugliche Möglichkeiten zur Umsetzung der geltenden Anforderungen bevorzugt – ohne Abstriche an der notwendigen Prüfqualität.
Dazu steht OmniCert in ständigem Kontakt mit Aufsichtsbehörden und Systemgebern. Ziel ist es, Anforderungen verständlich, einheitlich und für die betriebliche Praxis umsetzbar zu halten und unnötige zusätzliche Belastungen für Betreiber zu verringern.
Wichtiger Hinweis zur Akkreditierung ab 2027
Für Zertifizierungsstellen im REDcert-EU- und im SURE-EU-System gilt ab dem 1. Januar 2027, dass sie nach ISO/IEC 17065 akkreditiert sein müssen. Diese Vorgabe richtet sich nicht unmittelbar an die Anlagenbetreiber. Diese müssen jedoch darauf achten, dass die von ihnen beauftragte Zertifizierungsstelle über die erforderliche Akkreditierung verfügt.
Nach aktuellem Stand gibt es in Deutschland noch keine hierfür akkreditierte Zertifizierungsstelle. Die OmniCert war eine der ersten Zertifizierungsstellen, die die Akkreditierung beantragt haben und hofft, die Akkreditierung in Kürze positiv abschließen zu können.